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Montag, 07.05.2018, 19:00 Uhr

DER VERGESSENE KRIEG * San Gusmè und das Theater der Erinnerung

Freie Akademie der Künste in Hamburg

DER VERGESSENE KRIEG * San Gusmè und das Theater der Erinnerung

 

 

DER VERGESSENE KRIEG

San Gusmè und das Theater der Erinnerung

Ein Film von EDUARD ERNE und ULRICH WALLER (D 2015)

 

EINFÜHRUNG: ULRICH WALLER

an dem Film anschließend Gespräch zwischen der Hauptdarstellering ADRIANA ALTARAS und dem Historiker CARLO GENTILE

 

Der Regisseur und Intendant Ulrich Waller hat 2015 unter dem Titel "Der vergessene Krieg. San Gusmè und das Theater der Erinnerung" einen Dokumentarfilm geschaffen, der sich mit der Aufarbeitung des am 4.Juli 1944 von deutschen Soldaten der Division „Hermann Göring" verübten Massakers im toskanischen Dorf San Gusmè befasst.
Die drei Regisseure Ulrich Waller, Matteo Marsan und Dania Hohmann wagten 2014 unter dem Titel „Albicocche rosse - Blutige Aprikosen" den Versuch, mit den Mitteln des Theaters die damaligen Ereignisse zu rekonstruieren, italienischdeutsche Geschichte gemeinsam zu spielen. Der Film dokumentiert diesen Versuch und seine Vorgeschichte.
Die Freie Akademie der Künste in Hamburg zeigt den 88-minütigen Film nun am 7. Mai 2018, dem Vorabend des sich jährenden Kriegendes.
Ulrich Waller, Mitinitiator und einer der Regisseure, wird einführen, Adriana Altaras, eine der Hauptdarstellerinnen, und der Historiker Calo Gentile werden im Anschluss ein Gespräch über die Frage führen, ob ein Massaker auf einer Bühne darstellbar ist und was es heißt, Geschichte nochmal gemeinsam zu spielen.

Auf dem Friedhof des Dorfes San Gusmè in der Toskana erinnert ein schlichtes Denkmal daran, daß am 4.Juli 1944 von deutschen Soldaten der Division „Hermann Göring" neun Dorfbewohner, zumeist Frauen und kleine Kinder, erschossen wurden.
Im Dorf erzählt man ganz verschiedene Versionen der Geschichte. Vor allem die Schuldfrage hat den Ort gespalten. Haben die Partisanen, die kurz vorher die deutschen Soldaten angegriffen hatten, auch Schuld auf sich geladen? Die drei Regisseure Ulrich Waller, Matteo Marsan und Dania Hohmann wagen 2014 unter dem Titel „Albicocche rosse - Blutige Aprikosen" den Versuch, mit den Mitteln des Theaters die damaligen Ereignisse zu rekonstruieren, italienischdeutsche Geschichte gemeinsam zu spielen. Das Ensemble bestand aus über 30 Laien aus dem Dorf und der Umgebung und 15 Schauspielern aus Italien und Deutschland.
Der Film von Eduard Erne und Ulrich Waller beschreibt die Recherche zu diesem Projekt mit Überlebenden des Massakers, dokumentiert die Entstehung dieses einmaligen Theaters der Erinnerung und versucht gleichzeitig mit Journalisten wie Christiane Kohl und Historikern wie Carlo Gentile und Claudio Biscarini das Ereignis einzuordnen. Denn im Sommer 1944 wurden in ganz Italien über zehntausend Zivilisten von Deutschen ermordet.
Ein bisher weitgehend nicht beachtetes, fast vergessenes Kapitel des letzten Krieges, das überlagert worden ist von den ikonografierten Bildern aus Stalingrad, der Landung in der Normandie oder den letzten Tagen in Berlin.

 

Preiskategorie: Einheitspreis Eur 8,-- zzgl.Vorverkaufsgebühr

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2018-05-07 19:00:00
2018-05-07 19:40:00

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